Römische Agora

Die Römische Agora entstand während der Herrschaft der Römer zwischen 19 und 11 v. Chr. und befindet sich in der Altstadt von Athen, der Plaka. Sie löste die eigentliche Agora als Versammlungsplatz ab, die sich nur 150 Meter weit entfernt befindet. Das Gelände wurde später überbaut, und erst im 19. und 20. Jahrhundert konnten die Ruinen ausgegraben werden, nachdem die Häuser abgerissen waren. Alles, was die Archäologen dabei freigelegt haben, kann man heute auf diesem Platz besichtigen.

Der rechteckige Platz hat eine Größe von 111 Metern Länge und 98 Metern Breite. Er war von Säulengängen eingerahmt, in denen zahlreiche Geschäfte untergebracht waren. Heute kann man leider nur noch Reste der Säulen sehen. Der achteckige Turm der Winde steht am Rand der Agora und zählt zu den am besten erhaltenen antiken Bauwerken Athens. Er wurde etwa 100 v. Chr. errichtet und ist mit den Reliefs der zahlreichen Windgötter verziert. Früher war in dem Turm eine Wasseruhr untergebracht, heute kann man an den Außenwänden des Turmes noch neun Sonnenuhren erkennen. Auf dem Gelände der historischen Agora sind außerdem die Überreste einer antiken Markthalle und einiger öffentlicher Latrinen zu sehen. Ansonsten gibt es auf diesem Gelände nicht mehr viel zu sehen, aber der Turm der Winde ist auf jeden Fall sehr sehenswert.

Am Rand der Römischen Agora befinden sich die Ruinen der antiken Hadriansbibliothek aus dem Jahr 132. Nicht weit entfernt kann man ein Überbleibsel aus der Besatzungszeit der Türken bewundern, nämlich die 1759 errichtete Tsidarakis-Moschee, welche heute einen Teil des Volkskundemuseums beherbergt.