Olympieion - Zeus Tempel

Ein kleines Stück von der weltberühmten Akropolis entfernt, befinden sich die Ruinen eines der größten Tempel Griechenlands. Das Olympieion, auch Tempel des Zeus genannt, wurde bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. Errichtet, doch der Bau wurde erst vom Kaiser Hadrian im 2. Jahrhundert n. Chr. fertiggestellt. Der antike Tempel war einst als 108 Meter langes und 41 Meter breites Bauwerk geplant und sollte ursprünglich aus 21 Säulen auf der langen Seite, und acht Säulen auf der kurzen Seite bestehen.

Von diesen ursprünglichen Plänen konnten jedoch nur die Stufen realisiert werden, der weitere Bau beruht auf neuen Plänen. Statt der geplanten dorischen Säulen, wurden später Säulen im korinthischen Stil errichtet, auch die Anzahl wurde reduziert. Nachdem die ersten Teile des Bauwerkes aus Kalkstein gefertigt wurden, wurde für die weiteren Bauabschnitte kostbarer Marmor verwendet. Schlußendlich war der hellenische Tempel dann sogar 110 Meter lang und 44 Meter breit, und wohl der einzige korinthische Tempel in ganz Griechenland. Es ist nicht ganz klar, wodurch der Tempel zerstört wurde, man vermutet jedoch ein Erdbeben. Im Mittelalter wurde die Tempelanlage wahrscheinlich als Steinbruch genutzt. Der Tempel wurde dem Gott Zeus geweiht und enthielt früher auch eine Statue von ihm.

Der römische Kaiser Hadrian ließ eine Statue von sich selbst anfertigen, und diese dann auch im Olympieion aufstellen. Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen dann mit den Ausgrabungen, um die Überbleibsel des historischen Tempels zu bergen. Von dem einstigen Tempel sind heute noch 15 Säulen zu sehen, die eine Höhe von rund 17 Metern haben. Der Tempel kann täglich ab 8 Uhr besichtigt werden, es wird jedoch Eintritt verlangt.