Kerameikos

Kerameikos ist ein Stadtteil in Athen, der Besuchern sehr viel Sehenswertes zu bieten hat. Seit dem Jahr 1913 finden im Kerameikos Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Institutes statt. Es wurden in diesem Gebiet bereits viele Funde gemacht, die nun im Athener Nationalmuseum und im Kerameikos-Museum ausgestellt sind. Bedeutend ist auch der antike Friedhof in diesem Viertel.

Früher war der Kerameikos ein bedeutendes Zentrum der Töpferkunst, hier gab es über viele Jahrhunderte zahlreiche Werkstätten. Der Kerameikos ist für Besucher zugänglich und ist sicher eines der interessantesten Gebiete der Stadt. Unter anderem kann man hier einen Teil der ehemaligen Stadtmauer aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. besichtigen. Der Bach Eridanos durchfließt das Viertel und verwandelt den Kerameikos in ein wunderschönes Biotop mit vielen Pflanzen und Tieren. Auf dem antiken Friedhof kann man wunderschöne, kunstvolle Grabmäler zu bewundern. Auf dem Grabmahl von Dionysios von Kollytos ist ein Stier errichtet worden, der als Wahrzeichen des Friedhofes gilt. Hier kann man stundenlang schlendern und die Ruhe genießen, fernab vom Lärm und dem Trubel in der Innenstadt. Der Friedhof ist täglich, außer montags, für Besucher geöffnet. Während des Besuches wird man in eine andere Epoche versetzt, man fühlt sich fast wie in der Antike.

An der Nordseite des Friedhofes befindet sich eine byzantinische Kirche. Trotz seiner Schönheit ist Kerameikos nicht von Touristen überlaufen, so dass man sich in Ruhe umschauen kann. Für viele zählt Kerameikos zu den schönsten Stellen in der griechischen Metropole. Es ist auch ein Gang durch die Geschichte, denn man kann sehen, wie die Menschen zu verschiedenen Zeiten ihre Angehörigen beigesetzt haben.