Geschichte

Die Geschichte der griechischen Hauptstadt ist eine sehr lange, genau genommen sogar die längste aller europäischen Städte. Die auf der Halbinsel Attika liegende Stadt wurde bereits vor rund 7.500 Jahren besiedelt, doch erst ab etwa 1.600 v. Chr. lässt sich die Geschichte rekonstruieren. Die Herkunft des Stadtnamens ist nicht eindeutig geklärt, er könnte eventuell auf die Göttin Athene zurückgehen. Auf der Akropolis wurde um 1.300 v. Chr. ein Königspalast errichtet, die eingeebnete Fläche rund um den Hügel wurde mit einer Stadtmauer begrenzt, die Stadt war nur durch ein Stadttor zu erreichen. Im Jahr 86 v. Chr. wurde Athen dem Römischen Reich unterstellt.

Im Laufe der Jahrtausende war die Stadt dann unter der Herrschaft verschiedener Völker. Die Florentiner übernahmen die Macht in den Jahren 1388 und 1402, die Türken übernahmen im Jahr 1392 die Herrschaft, welche dann im Jahr 1395 auf die Venezianer überging. Im Jahr 1465 wurde Athen dann von den Osmanen eingenommen, der Parthenon auf der Akropolis wurde zur moslemischen Moschee umfunktioniert und das Erechtheion zum Harem. Zwischen den 17. und dem 19. Jahrhundert wurde die Stadt mehrfach zerstört, so dass ihre Bedeutung immer mehr abnahm. Im Jahr 1834 wurde Athen zur Hauptstadt Griechenlands ernannt und hatte zu diesem Zeitpunkt gerade mal rund 1.000 Einwohner. Unter dem ersten griechischen König Otto I wurde Athen dann ausgebaut, viele klassizistische Gebäude der Stadt stammen aus dieser Zeit.

Nach dem Ersten Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge nach Athen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Athen von den Deutschen eingenommen, die den Diktator Metaxa zur Flucht zwangen. Nachdem die Stadt bis 1944 in deutscher Hand war, gab es in der griechischen Metropole anschließend bis zum Jahr 1949 Bürgerkrieg. Auch in den darauffolgenden Jahren kam es immer wieder zu Unruhen in Athen. Heute ist Athen eine moderne, lebendige Stadt, die Touristen aus der ganzen Welt gerade wegen ihrer langen Geschichte anlockt.