Akropolis

Wenn man über die Sehenswürdigkeiten Athens spricht, fällt jedem wohl zuerst die berühmte Akropolis ein. Viele wissen gar nicht, dass es sich dabei nicht um ein Bauwerk, sondern um einen ganzen Komplex handelt. Die Akropolis war eine Stadtfestung des früheren Athens, welche die Propyläen, den Niketempel, das Erechtheion und den Parthenon-Tempel umfasst. Als Akropolis wird eigentlich der komplette Burgberg bezeichnet, welcher der Göttin Athene geweiht wurde. Der Parthenon ist das Hauptgebäude der Akropolis und stammt aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Der Tempel aus Marmor besteht aus 46 dorischen Säulen und diente in der Geschichte sowohl als christliches, später dann als islamisches Gotteshaus.

Ursprünglich war die Akropolis als Königssitz errichtet worden, im 17. Jahrhundert wurde sie sogar als Munitionslager genutzt. Während dieser Zeit wurde die Akropolis auch stark beschädigt, die Schäden sind heute vor allem am Parthenon-Tempel noch sichtbar. Der Aufstieg zur 156 Meter hoch gelegenen Akropolis ist nicht ganz einfach, doch gehört ein Besuch zum Pflichtprogramm, wenn man sich in Athen aufhält. Das kleinste Bauwerk der Akropolis ist der Nike-Tempel, der zu Ehren der Göttin Nike erbaut wurde. Er wirkt neben den anderen Gebäuden sehr klein und unscheinbar. Das Erechtheion ist nicht symetrisch, und von jeder Seite sieht es ganz anders aus. Das Dach der Korenhalle wird von sechs Frauen getragen, den so genannten Karyatiden. Die Propyläen bilden den Eingangsbereich zu dem historischen Tempelberg. Der Weg zur Festung ist von zahlreichen dorischen Säulen gesäumt.

Seit den 80er Jahren versucht man die Akropolis zu restaurieren, denn auch die Witterungseinflüsse machen den Baudenkmälern stark zu schaffen. Durch die umfangreichen Arbeiten ist es nicht immer möglich, die Akropolis zu besichtigen. Falls eine Besichtigung möglich ist, muss man sich auf großen Besucherandrang gefasst machen. Seit dem Jahr 1987 gehört die Akropolis zum Weltkulturerbe der UNESCO.